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„Wähl dir dein Berlin“: Überparteiliche Kampagne zur Wahl

Markus S. · 11. August 2026, 10:36 Uhr · 3 Min. Lesezeit · 2 Aufrufe
„Wähl dir dein Berlin“: Überparteiliche Kampagne zur Wahl

Das Abgeordnetenhaus von Berlin setzt auf eine breit angelegte Kampagne, um die Menschen zu motivieren, an der Wahl am 20. September teilzunehmen. Unter dem Motto „Wähl dir dein Berlin“ möchte das Parlament in ganz Berlin verdeutlichen, worum es bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus geht und wie wichtig Teilhabe in einer Demokratie ist.

Über Plakate und digitale Bildschirme, die an tausenden Orten in der Stadt verteilt sind, darunter S-Bahnhöfe, Spätis und andere beliebte Treffpunkte, werden die Bürger angesprochen. Slogans wie „Noch besser als rumnölen: wählen gehen“ und „Heul nicht. Geh wählen“ zielen darauf ab, die Menschen zur Wahl zu bewegen.

Ein kreativer Ansatz der Kampagne umfasst auch Dönertüten, Stromkästen und T-Shirts, auf denen zur Teilnahme an der Wahl aufgerufen wird. Zudem sollen sogenannte Community Runs, also Laufevents in den verschiedenen Stadtteilen, für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgen. Auch auf verschiedenen Social-Media-Plattformen wird die Initiative mit Reels, Stories, Quizformaten und Interviews beworben. Sechs Videospots, in denen Influencerin Paula den Sinn von Wahlen und das Wahlrecht erklärt, runden das Angebot ab.

Die Präsidentin des Berliner Abgeordnetenhauses, Cornelia Seibeld, betont: „Ziel dieser Kampagne ist es, möglichst viele Berlinerinnen und Berliner aus allen gesellschaftlichen Schichten und jeden Alters zu motivieren, am 20. September ihre Stimme abzugeben.“ Sie hebt hervor, dass die Demokratie vom Wählen und von einer hohen Wahlbeteiligung lebt: „Nur diejenigen, die wählen, können mitentscheiden, wer in diesem Parlament nach dem 20. September sitzt und wie die einzelnen Bezirke regiert werden.“

Ein besonderer Fokus liegt auf den Erstwählerinnen und Erstwählern, da 16- und 17-Jährige nun erstmals an der Wahl des Landesparlaments teilnehmen dürfen. Auch bei den Wahlen zu den Bezirksverordnetenversammlungen ist das Wahlalter von 16 Jahren bereits seit einiger Zeit etabliert.

Die Gesamtkosten der Kampagne belaufen sich auf etwa 950.000 Euro und sind explizit als überparteilich konzipiert. Zahlreiche Unterstützer aus der Zivilgesellschaft, dem Sport, der Wissenschaft und der Wirtschaft engagieren sich, um das Anliegen breit zu streuen.

Additionell haben Influencer, ohne Bezahlung, ihre Unterstützung angeboten. Unternehmen stellen Werbeflächen zur Verfügung und integrieren die Kampagne in ihre eigenen Marketingstrategien. Auch große Kliniken wie die Charité und Vivantes informieren auf Monitoren über die Kampagne, während Berliner Clubs kleine Kampagnenmotive an die Handys ihrer Gäste kleben, während sie hineinlassen.

Rund 2,5 Millionen Berlinerinnen und Berliner sind wahlberechtigt bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus, während es bei den Wahlen zu den Bezirksverordnetenversammlungen etwa 2,75 Millionen Wahlberechtigte gibt. Dazu gehören auch EU-Bürger ohne deutsche Staatsangehörigkeit, die jedoch nicht bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus teilnehmen dürfen. Im Jahr 2023 betrug die Wahlbeteiligung auf Landesebene 62,9 Prozent.

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Markus S.

Über den Autor

Markus S. Chefredakteur

Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.

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