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Neuköllns Bürgermeisterwahl: Fünf Kandidaten im Rennen

Markus S. · 04. August 2026, 09:10 Uhr · 3 Min. Lesezeit · 2 Aufrufe
Neuköllns Bürgermeisterwahl: Fünf Kandidaten im Rennen

Am 20. September steht die Wahl in Berlin an, die das politische Gleichgewicht in Neukölln verändern könnte. Der amtierende Bürgermeister Martin Hikel von der SPD wird nicht erneut kandidieren. Stattdessen geht die SPD mit Janine Wolter ins Rennen, während Gerrit Kringel für die CDU, Ahmed Abed für die Linke, Daniela Wannemacher für die Grünen und Julian Potthast für die AfD antreten. Die Berliner Morgenpost stellt die fünf Spitzenkandidaten vor und gibt ihnen die Möglichkeit, kurze Fragen zu beantworten.

Gerrit Kringel ist der Kandidat der CDU für das Bürgermeisteramt in Neukölln. Der 50-Jährige, der sich selbst als „Neuköllner Junge“ definiert, wurde am 24. Juli 1973 in Berlin geboren und ist verheiratet. Vor seiner politischen Karriere arbeitete er über zwei Jahrzehnten als Physiotherapeut in Neukölln. Seit April 2023 ist er stellvertretender Bezirksbürgermeister und leitet den Geschäftsbereich Ordnung. Auf die Frage, warum er kandidiere, antwortete er, dass er mit Leidenschaft für die Bürger handele und konsequentes Handeln für Sauberkeit, Ordnung und Sicherheit wichtig finde. Er beschreibt Neukölln als Herzensangelegenheit, da er dort aufgewachsen ist.

Ahmed Abed, der 45-Jährige Jurist und aktuelle Fraktionsvorsitzende der Linken, tritt ebenfalls an. Abed ist seit 2021 Mitglied der Bezirksverordnetenversammlung. Er hat in der Vergangenheit wegen israelfeindlicher Äußerungen in der Kritik gestanden, besonders für seine Bemerkungen über den Bürgermeister von Bat Yam. In seinem Wahlaufruf erklärte er, dass er die Anliegen der Bürger vertreten möchte und für ein bezahlbares, sicheres und solidarisches Neukölln kämpfen will.

Janine Wolter ist die SPD-Spitzenkandidatin und hat seit 2007 Mitgliedschaft in der Partei. Als Bezirksstadträtin für Bildung ist sie mit den Herausforderungen im Bezirk vertraut. Ihre Beziehung zu Martin Hikel gilt als angespannt, insbesondere nach einem umstrittenen Repost auf Social Media. Wolter hat betont, dass sie anpacken und pragmatische Lösungen voranbringen will, insbesondere im Bildungsbereich.

Für die Grünen geht Daniela Wannemacher ins Rennen. Sie ist seit 2016 in der Bezirkspolitik aktiv, war Co-Sprecherin des Kreisvorstands und hat sich in verschiedenen Wahlprogrammen eingebracht. Sie ist die Teamleiterin für Landnutzung beim BUND und betont ihr Engagement für eine lebenswerte Zukunft in Neukölln.

Julian Potthast, der 35-jährige AfD-Kandidat, ist der jüngste unter den Bewerbern. Er hat einen Master in internationaler Politik und ist seit 2021 Teil der Bezirksverordnetenversammlung. Potthast setzt sich für eine hohe Lebensqualität in Neukölln ein und möchte die sozialen Gegebenheiten im Bezirk verbessern.

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Markus S.

Über den Autor

Markus S. Chefredakteur

Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.

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