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Brandanschlag auf Pride-Flagge in Köpenick – Staatsschutz ermittelt

Markus S. · 04. August 2026, 08:35 Uhr · 2 Min. Lesezeit · 2 Aufrufe
Brandanschlag auf Pride-Flagge in Köpenick – Staatsschutz ermittelt

In der Nacht zum 24. Juli kam es zu einem queerfeindlichen Vorfall vor dem Jugendclub „Café Köpenick“ in Treptow-Köpenick. Unbekannte entwendeten zunächst eine vor der Einrichtung aufgehängte Regenbogenflagge. Danach kehrten sie gegen 0:45 Uhr mit einem Brandsatz zurück, der aus Stroh und Papier bestand und um die Flagge gewickelt war. Anschließend zündeten sie diesen an und flohen vom Tatort.

Laut einer Sprecherin der Polizei hat nun der Staatsschutz des Landeskriminalamtes die Ermittlungen übernommen, da er für politisch motivierte Straftaten zuständig ist. Der Vorfall wurde zuerst von der „Berliner Zeitung“ berichtet. Die Betreiber des Jugendclubs teilten auf Instagram mit, dass zum Zeitpunkt des Angriffs noch mehrere Jugendliche im Club anwesend waren, aber glücklicherweise niemand verletzt wurde.

In ihrer Mitteilung betonen die Betreiber, dass die Verwendung der Pride-Flagge für den Brandsatz und der Zeitpunkt des Angriffs unmittelbar vor dem Berliner CSD-Wochenende nicht vom queerfeindlichen Kontext getrennt werden können. Sie wiesen darauf hin, dass dieser Vorfall nicht isoliert sei. Das Register Treptow-Köpenick dokumentiere regelmäßig queerfeindliche und extrem rechte Vorfälle, die von beschädigten Regenbogensymbolen über Propaganda bis hin zu Bedrohungen reichen.

Das „Café Köpenick“ sieht sich selbst als einen offenen Ort für Jugendliche, an dem Vielfalt gefördert wird. Trotz des Angriffs wollen die Betreiber ihre Haltung und Sichtbarkeit nicht einschränken. Sie hängten die Pride-Flagge bereits wieder auf, um ein klares Zeichen gegen Hass und Hetze zu setzen. Gleichzeitig nehmen sie den Vorfall ernst und warnen davor, ihn zu verharmlosen. Ein gezielter Brandanschlag auf eine Jugendeinrichtung, in der sich zum Zeitpunkt des Angriffs noch Jugendliche aufhielten, könne nicht als einfache Sachbeschädigung angesehen werden.

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Markus S.

Über den Autor

Markus S. Chefredakteur

Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.

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