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Tierquälerei in Hellersdorf: Wohnung voller Müll und Kot entdeckt

Markus S. · 02. November 2026, 14:24 Uhr · 2 Min. Lesezeit · 10 Aufrufe
Tierquälerei in Hellersdorf: Wohnung voller Müll und Kot entdeckt

Seit März 2024 ist dem Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf ein gravierender Fall von unangemessener Tierhaltung in Berlin bekannt. Kürzlich musste das Veterinäramt in einer Wohnung in Hellersdorf erneut tätig werden.

Die Kontrolleure trafen auf eine stark vermüllte Wohnung, die laut einer Mitteilung "hygienisch stark belastet und von Ungeziefer befallen" war. Bereits vor zwei Jahren wurden dort missliche Verhältnisse festgestellt, als 20 Kaninchen aus der Wohnung des Mannes, der sich selbst als "Oberhase" bezeichnet, gerettet wurden.

Bei der aktuellen Durchsuchung wurden die Zustände sogar als noch schlimmer beschrieben als 2024. Der wohnungsinhabende Mann, der unter rechtlicher Betreuung steht, wehrte sich anfänglich gegen den Einsatz. Letztendlich konnten die Einsatzkräfte jedoch Zutritt zur Wohnung erlangen.

Die Ermittler fanden eine Wohnung vor, die durch Müll und zahlreiche Gegenstände fast unzugänglich war. Abgesehen von erheblichem Ungezieferbefall stießen sie auf verdorbene Lebensmittel und sogar auf menschlichen Kot im Kühlschrank. Es war zunächst unmöglich, alle in der Wohnung befindlichen Tiere zu lokalisieren.

Um Zugang zu ermöglichen und Lebendfallen für die Tiere aufzustellen, mussten rund 25 Kubikmeter Müll entsorgt werden. Der Zugang zur Wohnung war aufgrund der gravierenden hygienischen Probleme nur mit Mundschutz und Schutzanzug möglich. Bisher konnte ein Kaninchen gesichert werden. Der Mann wurde dem Sozialpsychiatrischen Dienst übergeben.

„Solche Fälle zeigen, dass sogenanntes Animal Hoarding eine langfristige und behördenübergreifende Begleitung erfordert. Dabei geht es nicht nur um den Schutz der Tiere, sondern auch darum, die betroffenen Menschen nicht aus den Augen zu verlieren“, erklärte Bezirksbürgermeisterin Nadja Zivkovic.

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Markus S.

Über den Autor

Markus S. Chefredakteur

Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.

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