Fliegerbombe in Neukölln: Evakuierungsunterkunft eingerichtet
Um die Fliegerbombe, die im Neuköllner Schifffahrtskanal entdeckt wurde, sicher zu entschärfen, hat der Bezirk eine Notunterkunft mit gut 200 Plätzen eingerichtet. Diese befindet sich in der Adolf-Reichwein-Schule, wie die Polizei bekannt gab. Der Zugang zur Unterkunft ist über die Böhmische Straße 20 möglich.
Der Sperrkreis rund um die Fundstelle wird auf 500 Meter ausgeweitet, nachdem ursprünglich ein Radius von 300 Metern angedacht war. Die Bombe, die offenbar aus dem Zweiten Weltkrieg stammt, wurde am Mittwochmorgen gegen 10:40 Uhr während einer routinemäßigen Untersuchung der Wasserstraßen in Berlin entdeckt und sicher an das Ufer gebracht. Laut dem Polizeisprecher Florian Nath hat die Bombe ein Gewicht von 100 Kilogramm, jedoch bleiben die Bauart und der Ursprung unklar.
Die Lage ist angespannt, da die Bombe sich inmitten eines Wohngebiets befindet. Aktuell wird ermittelt, wie viele Anwohner von der Evakuierung betroffen sind. Nach ersten Schätzungen könnte auch ein Pflegeheim im betroffenen Bereich sein. „Wir müssen prüfen, ob es Personen gibt, die nicht laufen können oder lediglich im Liegen transportiert werden müssen“, erklärte der Polizeisprecher.
Insgesamt sind am Einsatzort 120 Kräfte von Polizei, Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und dem Deutschen Roten Kreuz im Einsatz. Diese betreten derzeit Wohnungen, um die Bewohner zu bitten, den Sperrkreis zu verlassen. Die Entschärfung der Bombe soll noch heute stattfinden. Da solche Einsätze oft bis in die Nacht dauern, wurde zusätzlich eine Notunterkunft eingerichtet.
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Über den Autor
Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.
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