Frida (6) im Rollstuhl erhält Auto: Ein Geschenk der Freiheit
Die sechsjährige Frida, die auf einen Rollstuhl angewiesen ist, hat sich sehnlichst ein Auto gewünscht, das genügend Platz für ihren Rollstuhl bietet. Dank der Unterstützung von Leserinnen und Lesern der Berliner Morgenpost bei der Weihnachtsaktion „Schöne Bescherung“ sowie finanziellen Zuwendungen von verschiedenen Stiftungen und dem Bundesverband Kinderhospiz ist dieser Wunsch jetzt in Erfüllung gegangen. In dem neuen Fahrzeug finden Fridas Rollstuhl, ihre Zwillingsschwester Marta und alles Notwendige für die Familie Platz. Die Steuerposition hat Fridas Mutter, Marene von Pluto, übernommen, die das Auto für Fahrten zu Therapien, Arztbesuchen und zu Rollstuhlsport nutzen wird. Während Marta gesund ist, hat Frida mit einer schweren, fortschreitenden Krankheit zu kämpfen, die die Muskeln schwächt.
Die Übergabe des Autos stellte einen besonderen Moment für die Familie dar. Marene von Pluto berichtet: "Beide Kinder konnten in der Nacht davor kaum schlafen. Sie konnten es kaum erwarten, das Auto zu sehen." Nach der Übergabe unternahm die Familie ihre erste Fahrt zu den Großeltern und Onkel am Scharmützelsee. Die Freude war groß: „Einfach einsteigen, losfahren und sehen, was der Tag bringt. Es fühlte sich für uns wie ein ganz besonderer Augenblick der Freiheit an“, sagt die Mutter. Das neue Auto eröffnet zudem die Möglichkeit, Rehabilitationskliniken zu besuchen und brachte die Familie zuletzt für ihren Sommerurlaub an die Ostsee.
Die erforderlichen Utensilien, die sie für ihre Reisen einpacken müssen, sind zahlreich: Rollstuhl, Sitzhilfe, Duschliege, Inhaliergerät, Toilettenstuhl und Medikamente sind nur einige davon. "Unser Rollstuhl hat spezielle Räder, die wir nicht einfach so ersetzen können", erklärt Marene von Pluto.
Der Umbau des Fahrzeugs für den Rollstuhl war eine Herausforderung für die Familie. „Es geht darum, mobiler zu sein, Freunde und Familie zu besuchen und nicht jeder Ausflug zu einem logistischen Albtraum zu machen“, sagt Marene. Bisher war es schwer, den Rollstuhl ins Auto zu heben. Zunächst wurde die Finanzierung des Umbaus vom Jugendamt Pankow abgelehnt. Doch der Verfahrenslotse Stefan Schöne, der bei der Bearbeitung des Antrags half, betonte, dass sowohl bei der Antragstellung als auch bei der Ablehnung Fehler aufgetreten waren. Nun wurde die Genehmigung für den behindertengerechten Umbau erteilt.
Die Unterstützung durch Spender und Behörden ist für Fridas Familie ein großer Gewinn im Pflegealltag. Marene erklärt: „Wir sind unendlich dankbar für all die Unterstützung. Das Auto gibt uns nicht nur die Möglichkeit, von einem Ort zum anderen zu kommen, sondern es schenkt uns auch ein Stück Alltag und Freiheit zurück.“
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Über den Autor
Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.
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