Giffey verliert, Wegner siegreich – Eralp glänzt mit Bestleistung
Franziska Giffey, ehemals Regierende Bürgermeisterin von Berlin und prominenteste SPD-Politikerin, steht vor dem Rückzug aus der Politik. Bei den Wahlen unterlag sie in ihrem Wahlkreis im südlichen Neukölln knapp dem CDU-Kandidaten Olaf Schenk. Ihr persönliches Scheitern spiegelt das historisch schlechte Ergebnis der Sozialdemokraten wider.
Auch Steffen Krach, der Spitzenkandidat der SPD, konnte in Steglitz-Zehlendorf das Direktmandat nicht erringen. Hier setzte sich der eher unbekannte Tom Cywinski von der CDU durch, was die Niederlagen der Sozialdemokraten weiter verstärkt. Ein Lichtblick bleibt Lars Düsterhöft, der als einziger SPD-Politiker seinen Wahlkreis gewinnen konnte und somit den einzigen roten Farbtupfer auf der Wahlkarte darstellt. Im Vergleich zur letzten Wahl hat er die Nachfolge von Stefan Evers (CDU) im Wahlkreis 3 in Treptow-Köpenick angetreten.
Die CDU musste hingegen eine weitere Niederlage hinnehmen, denn Elif Eralp, die Spitzenkandidatin der Linken, hat nicht nur ihren Wahlkreis in Friedrichshain-Kreuzberg gewonnen, sondern auch das beste Ergebnis aller Kandidaten in Berlin erzielt. Mit 50 Prozent der Erststimmen übertraf sie alle Mitbewerber, während Stefan Evers in seinem Wahlkreis 4 hinter dem AfD-Kandidaten Alexander Bertram zurückfiel.
Kai Wegner, der amtierende Regierende Bürgermeister von Berlin, konnte sein Direktmandat in Spandau deutlich gewinnen. Dies war aufgrund der demografischen Gegebenheiten seines Wahlkreises erwartet worden, stellt jedoch einen versöhnlichen Abschluss einer durchweg herausfordernden Legislaturperiode für ihn dar. Sein Mitbewerber Raed Saleh, ein weiteres prominentes Gesicht aus dem abgewählten schwarz-roten Senat, trat ebenfalls in Spandau an, konnte allerdings nicht gewinnen. Dennoch zieht er über die Landesliste in das Parlament ein.
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Über den Autor
Julian K. ist im Berliner Kiezleben zu Hause und hält den Puls der Stadt im Blick. Seine Berichterstattung deckt das gesamte Spektrum ab – vom Profi- und Breitensport über Kulturveranstaltungen bis hin zu Eilmeldungen aus den zwölf Bezirken. Dank seines starken Netzwerks gehört er zu den Ersten, wenn es um aktuelle Ereignisse in der Metropolregion geht.
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