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Hendrik Holt: Fortschritte beim Auslieferungsprozess nach Dubai

Markus S. · 27. Oktober 2026, 11:30 Uhr · 2 Min. Lesezeit · 1 Aufrufe
Hendrik Holt: Fortschritte beim Auslieferungsprozess nach Dubai

Die Auslieferung von Hendrik Holt, der aus einem Berliner Gefängnis geflohen ist, scheint nun einen Schritt näher zu rücken. Laut dem niedersächsischen Justizministerium wurden die erforderlichen Dokumente für die Auslieferung des in Dubai inhaftierten Betrügers an die Vereinigten Arabischen Emirate gesendet. Diese Information wurde zuerst von der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" veröffentlicht.

Hendrik Holt, gebürtig aus dem Emsland, war 2022 vom Landgericht Osnabrück zu einer Freiheitsstrafe von nahezu neun Jahren verurteilt worden. Sein Vergehen umfasste unter anderem den Verkauf von nicht existierenden Windparks an ausländische Energieunternehmen sowie die Bestechung ausländischer Diplomaten, um sich mit einem Diplomatenpass gegen deutsche Strafverfolgung abzusichern.

Im August 2022 hatte Holt nach einem genehmigten Ausgang im offenen Vollzug die Rückkehr in sein Berliner Gefängnis versäumt. Ende September wurde er dann in Dubai gefasst und befindet sich dort seither in Haft.

Die Staatsanwaltschaft hatte zuvor erklärt, dass das Auslieferungsgesuch auf diplomatischem Weg erfolgen musste, was die Übersetzung von Hunderte Seiten an Unterlagen erforderte. Der genaue Zeitrahmen, wann Holt nach Deutschland zurückkehren könnte, ist jedoch weiterhin ungewiss und liegt in der Entscheidung der Behörden in den Emiraten.

Sollte die Auslieferung erfolgreich sein, könnte Hendrik Holt erneut in ein Berliner Gefängnis eingewiesen werden, wobei es sich dann um eine Einrichtung im geschlossenen Vollzug handeln würde. Experten zufolge könnte die Anzahl der Hafttage, die er in Dubai verbüßt hat, möglicherweise im Verhältnis zwei zu eins angerechnet werden, was auch von den deutlich härteren Haftbedingungen dort abhängt. Die Flucht selbst ist jedoch nicht strafbar.

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Markus S.

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Markus S. Chefredakteur

Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.

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