Älterer Geschäftsinhaber in Berlin von Jugendlichen attackiert
In Berlin Kreuzberg wird ein 67-jähriger Inhaber eines Gemischtwarenladens seit mehreren Tagen von einer Gruppe Jugendlicher belästigt. Der Mann, der auf einen Rollstuhl angewiesen ist, hatte Anfang Oktober Aushänge in seinem Geschäft angebracht, die sich gegen Judenhass und den Terroranschlag der Hamas vom 7. Oktober 2023 richteten. Dies führte offenbar zu einer Reaktion von Jugendlichen, die nun wiederholt seinen Laden heimsuchen.
Am 7. Oktober 2023, gegen 19:20 Uhr, betraten etwa sechs Jugendliche das Geschäft „Gemischtwarenladen mit Revolutionsbedarf“ und beleidigten den Rollstuhlfahrer. Zudem sprühten sie ihn mit Pfefferspray ein. Am folgenden Tag, dem 8. Oktober, kehrten bis zu sechs Jugendliche zurück und wiederholten den Angriff, wobei der Inhaber um Hilfe rief, jedoch ohne Erfolg. Kurz darauf, als er sein Geschäft schließen wollte, wurden die Angriffe fortgesetzt und der Mann wurde erneut mit Pfefferspray besprüht und geschlagen.
Mehrere Zeugen berichteten, sie hätten am Abend des 8. Oktober um 19 Uhr beobachtet, dass bis zu acht Jugendliche auf E-Scootern zum Geschäft fuhren. Dort hätten sie mit Füßen und Fäusten gegen die Eingangstür geschlagen, was zu Schäden an der Tür führte. Nachdem sie ihr Zerstörungswerk vollbracht hatten, flüchteten die Jugendlichen vom Ort des Geschehens. Der Geschäftsinhaber alarmierte daraufhin die Polizei.
Der Polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen hinsichtlich gefährlicher Körperverletzung, Beleidigung und Sachbeschädigung aufgenommen. Der Vorfall wirft ein Schlaglicht auf die anhaltende Gewalt gegen Personen, die sich öffentlich gegen Antisemitismus aussprechen.
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Über den Autor
Julian K. ist im Berliner Kiezleben zu Hause und hält den Puls der Stadt im Blick. Seine Berichterstattung deckt das gesamte Spektrum ab – vom Profi- und Breitensport über Kulturveranstaltungen bis hin zu Eilmeldungen aus den zwölf Bezirken. Dank seines starken Netzwerks gehört er zu den Ersten, wenn es um aktuelle Ereignisse in der Metropolregion geht.
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