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Marathon-Lotterie: Vier Absagen und neue Hoffnungen für 2027

Leandra K. · 20. Oktober 2026, 15:15 Uhr · 3 Min. Lesezeit · 3 Aufrufe
Marathon-Lotterie: Vier Absagen und neue Hoffnungen für 2027

Ich habe mich entschieden, mein Glück erneut zu versuchen und meinen Namen für den Berlin-Marathon 2027 in den Lostopf zu werfen. Nach zwei Jahren, in denen ich nur am Streckenrand stehen konnte, verspüre ich den Wunsch, im nächsten Jahr wieder selbst zu laufen. Allerdings hege ich ernsthafte Zweifel, ob diese Idee tatsächlich in die Realität umgesetzt werden kann. Mein Losglück war in letzter Zeit eher bescheiden, und für die Teilnahme am Berlin-Marathon benötigt man definitiv eine gehörige Portion Glück.

In den vergangenen Monaten habe ich mich für verschiedene Lotterien registriert, um einen Startplatz für eines der beliebten Laufevents zu ergattern. Leider blieb mein Erfolg bisher äußerst begrenzt – um genau zu sein, gleich null. Ich erhielt Absagen für die Halbmarathons in Berlin, Kopenhagen und Prag sowie für den Paris-Marathon. Während ich damit gerechnet hatte, ein paar Rückschläge hinnehmen zu müssen, habe ich nicht damit gerechnet, dass das Losglück mich in jedem einzelnen Fall im Stich lässt – ich hatte zumindest auf das Gegenteil gehofft.

Der Versuch, es erneut mit dem Berlin-Marathon zu probieren, ist auch ein Zeichen meines Trotz. In der Schulzeit hatte ich nicht das größte Talent für Stochastik. Aber rein statistisch müsste es doch irgendwann klappen, oder? Es ist interessant zu bemerken, dass viele Läufer sich um einen Platz bewerben, und einige Veranstalter veröffentlichen entsprechende Zahlen. In Paris waren es fast 166.000 Registrierungen für nur etwa 55.000 Startplätze. Der Kopenhagen-Halbmarathon nannte eine exakte Anzahl von 188.522 Bewerbungen für 45.000 Plätze. Auch für Prag gab es mit 70.000 Interessenten für 17.000 Plätze eine hohe Nachfrage.

Die Gewinnchancen sind in der Regel sogar noch niedriger, da nicht alle Plätze über die Lotterien vergeben werden. Ein Teil der Plätze wird für Charity-Aktionen oder Reiseagenturen reserviert. Darüber hinaus sind viele Rennen, die keine Lotterien nutzen, bereits ausverkauft, darunter der Hamburg-Marathon, der Wien-Marathon, der Frankfurt-Halbmarathon oder der Barcelona-Halbmarathon. Die Planung für das nächste Jahr gestaltet sich dadurch besonders schwierig. Wer zu lange mit der Anmeldung wartet und auf ein Losglück hofft, könnte schnell feststellen, dass alle attraktiven Rennen ausverkauft sind.

Aktuell ist die Liste der Rennen, für die ich mich für das kommende Jahr angemeldet habe, noch überschaubar und umfasst bis jetzt nur den Lissaboner Halbmarathon im März. Ende Dezember werde ich erfahren, ob ich auch beim Berlin-Marathon teilnehmen kann.

Ein positiver Aspekt ist, dass die geringe Anzahl an großen Läufen gleichzeitig auch die Kosten reduziert. Die Gebühren für die Teilnahme sind hoch und steigen häufig weiter an. Wer im Berlin-Marathon starten möchte, muss mittlerweile bereit sein, 215 Euro zu zahlen. Diese Gebühr umfasst jedoch nicht die Kosten für die Abgabe eines Beutels mit Wechselbekleidung auf dem Eventgelände. Wer aus einer anderen Stadt anreist, muss zudem mit hohen Reisekosten rechnen, sodass schnell ein dreistelliger Betrag zusammenkommt. Dennoch bin ich zuversichtlich, dass viele Menschen sich weiterhin für einen Startplatz bewerben werden.

Bevor ich mich jedoch zu sehr auf das nächste Jahr fokussiere, steht noch ein weiteres Rennen in diesem Jahr an. Am Sonntag werde ich am Dresden-Marathon teilnehmen und die Halbmarathon-Distanz absolvieren. Das ist eine Gelegenheit, in einer Stadt zu laufen, die ich bislang noch nicht kennengelernt habe. Und ich habe mich ganz entspannt angemeldet, nur knapp einen Monat vor dem Rennen. Es gibt sie also noch, die Events, die nicht sofort ausgebucht sind – was meine Hoffnungen für 2027 vielleicht doch noch ein wenig stärken könnte.

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Leandra K.

Über den Autor

Leandra K. Ressort Sport

Leandra K. berichtet mit großer Leidenschaft über den Sport in Berlin - von Hertha BSC und Union bis hin zu den vielen spannenden Geschichten aus der Berliner Amateur- und Vereinsszene. Ihr liegt besonders am Herzen, Menschen und ihre Geschichten hinter den Ergebnissen zu zeigen.

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