Trauer um Denis Boizow: Ex-Boxer stirbt nach Tragödie in Berlin
Denis Boizow, der als potenzieller Herausforderer von Wladimir Klitschko galt, ist im Alter von 40 Jahren verstorben. Laut einem Bericht der russischen Nachrichtenagentur Tass, basierend auf Informationen seines Vaters Nikolai Boizow, ist ein Blutgerinnsel die Ursache für seinen Tod gewesen. Nikolai Boizow erklärte: „Man konnte nichts mehr tun, es war der sofortige Tod.“
Boizows Karriere nahm im Mai 2015 eine dramatische Wendung, als er in einem Berliner U-Bahn-Tunnel in einen schweren Unfall verwickelt wurde. Der 29-Jährige wurde dort verletzt und bewusstlos auf den Gleisen entdeckt. Er erlitt erhebliche Kopf- und Handverletzungen und musste dringend in der Charité operiert werden. Im Anschluss wurde er ins künstliche Koma versetzt, gefolgt von weiteren Operationen und einer langen Rehabilitation. Aufgrund der Verletzungen war Boizow zeitweise nicht in der Lage, eigenständig zu gehen oder zu sprechen, was dazu führte, dass sich seine Familie aus der Öffentlichkeit zurückzog. Die genauen Umstände des Unfalls sind bis heute nicht geklärt.
Eine Mitteilung des Sportzentrums in der russischen Region Orjol, die Boizows Tod verkündete, bezeichnete ihn als einen der vielversprechendsten Schwergewichtler Russlands in den frühen 2010er Jahren. „Wir sprechen den Angehörigen und Freunden von Denis Boizow unser aufrichtiges Beileid aus“, hieß es in der Erklärung.
Mit seiner Profikarriere begann Boizow beim Hamburger Boxstall Universum und wechselte später zu Sauerland Event in Berlin. Im Laufe seiner Karriere kämpfte er 37 Mal und gewann 36 dieser Kämpfe, davon 27 durch K.o. Im Jahr 2013 belegte er lange Zeit den ersten Platz in der World Boxing Organization (WBO) im Schwergewicht, während Wladimir Klitschko den Titel hielt. Boizow galt somit als bestplatzierter Herausforderer in der WBO. Sein letzter Kampf fand im März 2015 in Rostock statt, wo er den Brasilianer Irineu Beato Costa Junior besiegte, der in der zweiten Runde aufgab.
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Über den Autor
Elena T. betreut die Ressorts Politik und Wirtschaft mit einem besonderen Blick für regionale Zusammenhänge. Ob Infrastrukturprojekte im Umland, die Berliner Start-up-Szene oder Entscheidungen in den Bezirksämtern: Sie recherchiert direkt vor Ort, hinterfragt Entscheidungen kritisch und bereitet komplexe Sachverhalte verständlich für die Leserschaft auf.
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