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Linke dominiert die Abgeordnetenhauswahl, BSW scheitert

Julian K. · 21. September 2026, 00:09 Uhr · 2 Min. Lesezeit · 13 Aufrufe
Linke dominiert die Abgeordnetenhauswahl, BSW scheitert

Die Linke hat die Wahlen zum Abgeordnetenhaus in Berlin mit 25,7 Prozent der Stimmen klar für sich entschieden. Damit liegt sie deutlich vor der CDU, die 18,8 Prozent der Stimmen erhielt, gefolgt von der AfD mit 16,3 Prozent, den Grünen mit 14,3 Prozent und der SPD, die nur 12,1 Prozent erzielte. Diese Wahl führt dazu, dass die bisherige Koalition aus CDU und SPD ihre Mehrheit im Parlament verliert.

Eine interessante Wendung in dieser Wahl hat die Dragqueen Gloria Viagra genommen, die im Wahlkreis Pankow 8 26,7 Prozent der Erststimmen erzielte, jedoch das Direktmandat, das an die Grünen-Politikerin Daniela Billig mit 34,3 Prozent ging, verpasste. Gloria Viagra hat sich im Vergleich zur Wahl im Jahr 2023 erheblich gesteigert und könnte künftig auf einer Linke-Bezirksliste kandidieren.

Franziska Giffey, die bekannte Hamburger SPD-Politikerin und frühere Regierende Bürgermeisterin, hat ebenfalls ihr Direktmandat im Wahlkreis Rudow nicht erringen können und wird somit nicht mehr im Abgeordnetenhaus vertreten sein. Auch SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach konnte sein Direktmandat nicht gewinnen und landete im Wahlkreis Steglitz-Zehlendorf hinter seinen Mitbewerbern. Er wird jedoch voraussichtlich über die Bezirksliste ins Parlament einziehen.

Elif Eralp, die Spitzenkandidatin der Linken, konnte im Wahlkreis Friedrichshain-Kreuzberg 1 mit 50,4 Prozent die Direktwahl für sich entscheiden. Ihr Wahlsieg wurde auch in der Türkei gewürdigt, da sie mit türkischen Wurzeln eine historische Bedeutung für die Wahl hat. In ihrer ersten Rede betonte sie auf Türkisch, dass sie Geschichte geschrieben hätten.

In puncto Nichtwähler mobilisierte die Linke über 75.000 Menschen zu den Wahlen, während die AfD 65.000 gewann. Außerdem konnten auch die Grünen und die SPD einige Nichtwähler aktivieren, jedoch reichte es für die CDU nur für etwa 18.000.

Ein weiterer Rückschlag für die CDU ist, dass Spitzenkandidat Stefan Evers im Wahlkreis Treptow-Köpenick hinter dem AfD-Kandidaten lag. Trotz dessen, dass Evers auf Platz 1 der CDU-Landesliste steht, wird dies als schwerer Rückschlag für die CDU angesehen.

Das BSW erzielte in den Hochrechnungen unter 5 Prozent und könnte somit das Abgeordnetenhaus nicht betreten. Parteimitglieder der SPD sehen die Verantwortung für das schlechte Abschneiden bei Fraktionschef Raed Saleh, wobei eine Debatte über die Führung der Partei entfacht wurde.

Trotz der Schwierigkeiten der CDU könnte eine neue Regierungsbildung in Berlin möglich sein, falls das BSW an der Fünfprozenthürde scheitert, was die Machtverhältnisse erheblich verändern könnte.

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Julian K.

Über den Autor

Julian K. Redakteur für Sport, Kultur & Lokales

Julian K. ist im Berliner Kiezleben zu Hause und hält den Puls der Stadt im Blick. Seine Berichterstattung deckt das gesamte Spektrum ab – vom Profi- und Breitensport über Kulturveranstaltungen bis hin zu Eilmeldungen aus den zwölf Bezirken. Dank seines starken Netzwerks gehört er zu den Ersten, wenn es um aktuelle Ereignisse in der Metropolregion geht.

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