Linke und SPD fordern schnelle Lösungen nach IT-Angriff
Nach einem Hackerangriff auf verschiedene Senatsverwaltungen in Berlin haben die Linkspartei und die SPD umgehende Ersatzlösungen gefordert, um die Auszahlung von Wohngeld und anderen staatlichen Leistungen zu sichern. Diese Maßnahmen sind notwendig, sollte das reguläre System ausfallen.
Tobias Schulze, Fraktionsvorsitzender der Linken, äußerte: "Ich erwarte vom Senat, dass er die rechtzeitige Auszahlung des Wohngelds und anderer wichtiger Leistungen garantiert." Er fügte hinzu, dass gegebenenfalls zügig eine "Bypass-Lösung" für die 50.000 Haushalte entwickelt werden müsse, die Anspruch auf Wohngeld haben. "Dieser IT-Gau darf niemanden seine Wohnung kosten," warnt er.
Ähnliche Bedenken äußerte auch Steffen Krach, der Spitzenkandidat der SPD. Er forderte den Finanzsenator auf, alternative Auszahlungswege zu prüfen, sodass die Landeskasse und die Bezirke die Zahlungen direkt an die Betroffenen leisten können. Krach stellte klar: "Die Menschen, die auf das Wohngeld angewiesen sind, dürfen nicht die Leidtragenden dieses Cyberangriffs sein."
Krach betonte zusätzlich die Verantwortung der Vermieter und forderte sie auf, Verständnis für die besondere Situation aufzubringen und kulant zu handeln.
Der Hackerangriff, der seit Freitag Auswirkungen zeigt, hat die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen sowie die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Umwelt und Klimaschutz lahmgelegt. Das Bezirksamt Pankow machte darauf aufmerksam, dass dadurch die Auszahlung des Wohngelds für über 50.000 berechtigte Haushalte in Berlin gefährdet ist. Die Senatskanzlei arbeitet intensiv an einer Lösung, um die Zahlungen an die Betroffenen zu gewährleisten.
- Konflikt um Fördermittel: CDU und SPD in der Kritik
- Großer Feuerwehrkorso feiert 175 Jahre Berliner Feuerwehr
Über den Autor
Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.
Kommentare (0)
Noch keine Kommentare. Schreiben Sie den ersten!