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Zahl der Abschiebungen am Flughafen BER steigt weiter an

Markus S. · 02. November 2026, 15:45 Uhr · 2 Min. Lesezeit · 3 Aufrufe
Zahl der Abschiebungen am Flughafen BER steigt weiter an

Im Jahr 2022 wurden über den Flughafen Berlin Brandenburg (BER) insgesamt 2.591 Rückführungen verzeichnet. Diese Zahl stellt im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg von mehr als 15 Prozent dar und unterstreicht, dass der BER weiterhin zu den Flughäfen mit den meisten Abschiebungen in Deutschland gehört. Diese Informationen stammen aus dem Bericht des Forums Abschiebungsbeobachtung Berlin-Brandenburg, der am Montag veröffentlicht wurde.

Während des Berichtszeitraums dokumentierte das Forum 28 von 37 Sammelabschiebungen sowie 96 Einzelabschiebungen. Die Hauptziele dieser Sammelabschiebungen waren Moldawien, Georgien und Serbien.

In einem kritischen Hinweis stellte das Forum fest, dass es häufig an einer adäquaten Sprachvermittlung für die Abgeschobenen fehle, insbesondere bei medizinisch begleiteten Rückführungen. Zudem wurden tragische Aspekte in Bezug auf das Kindeswohl angesprochen, etwa nächtliche Abholungen oder der Einsatz von minderjährigen Übersetzern. Das Forum äußerte Bedenken über nächtliche Einsätze zur Abholung von Familien mit Kindern.

Ein weiteres Problem stellt die Festnahme von ausreisepflichtigen Personen während behördlicher Vorsprachen dar, die oft dazu führt, dass diese ohne ihr Gepäck und wichtige Dokumente zurückgeführt werden. Positiv wurde allerdings der Umgang der Bundespolizei mit Kindern hervorgehoben. Für besonders verletzliche Personen, wie Kinder im Autismus-Spektrum, wurden spezielle Abläufe eingeführt.

Seit 2014 erfolgt die Begleitung der Abschiebungen an den Berliner Flughäfen durch unabhängige Beobachter des Forums. In diesem sind neben der Bundespolizei auch die Länder Berlin und Brandenburg sowie religiöse und altruistische Organisationen wie das UNHCR, Amnesty International und Pro Asyl vertreten.

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Markus S.

Über den Autor

Markus S. Chefredakteur

Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.

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