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Wohnungsnot in Berlin: 4.000 Studenten auf Warteliste für Wohnheime

Julian K. · 29. September 2026, 04:14 Uhr · 3 Min. Lesezeit · 1 Aufrufe
Wohnungsnot in Berlin: 4.000 Studenten auf Warteliste für Wohnheime

In Berlin und Brandenburg beginnt bald ein neues Semester, doch bevor die Studierenden ihre Vorlesungen besuchen können, müssen sie sich um eine Unterkunft kümmern. Die Herausforderungen sind nicht nur das Studieren, sondern auch der Zugang zu warmen Mahlzeiten und einem aktiven Studentenleben.

Traditionell suchen viele Studierende in Wohnheimen nach einem Platz. Nahezu jede Hochschule hat entsprechende Angebote, doch die Kapazitäten sind begrenzt und die Wartelisten lang. In Berlin bietet das Studierendenwerk insgesamt 9.124 Wohnheimplätze an. Doch am Ende September waren etwa 4.000 Studierende auf der Warteliste. Diese Zahl hat sich kurz vor dem Semesterstart erneut erhöht, und die Wartezeit beträgt derzeit etwa ein Jahr.

In Potsdam könnten außerdem 600 Bewerber leer ausgehen, während mehr als 500 Bewerbungen in Cottbus ebenfalls nicht erfolgreich sein könnten, wie die Studierendenwerke berichteten. "Wir sind jedoch froh, ein neues Wohnheim auf dem Campus Potsdam Golm eröffnet zu haben", erklärte eine Sprecherin. Die ersten Bewohner sind seit Juni vor Ort, und es werden Einzimmerwohnungen, Wohngemeinschaften für zwei Personen sowie Familienwohnungen angeboten. Im Westen Brandenburgs gibt es insgesamt 3.606 Wohnplätze, während das Studierendenwerk Ost an seinen vier Hochschulstandorten 3.776 Plätze bereitstellt.

Die Beliebtheit der Wohnheime ist leicht nachvollziehbar, da die Mietpreise sehr attraktiv sind. In Berlin betragen die durchschnittlichen Mietkosten 352 Euro pro Monat, während sie in Ostbrandenburg bei 262 Euro und in Westbrandenburg bei 330 Euro liegen. Zudem besteht die Möglichkeit, über das Programm „Wohnen für Hilfe“ in privaten Haushalten unterzukommen, wo Studierende im Austausch nur die Nebenkosten zahlen.

Was das leibliche Wohl angeht, so betreibt das Studierendenwerk in Berlin zahlreiche Mensen und Cafés, die täglich etwa 22.000 Gäste versorgen. Das preiswerteste Tagesgericht kostet lediglich 1,75 Euro. „In Brandenburg West ist das vegetarische und vegane Programm besonders nachgefragt“, so eine Quelle vom Studierendenwerk. In einigen Einrichtungen wird sogar Frühstück angeboten, zusätzlich zu einer Auswahl warmer Gerichte, Snacks und Getränken. Im letzten Jahr wurden über 1,1 Millionen Mahlzeiten serviert, was etwa 5.000 Portionen pro Öffnungstag entspricht.

Aber auch außerhalb des Lernens gibt es zahlreiche Aktivitäten. Vom Hochschulsport über kulturelle Veranstaltungen bis hin zu Musikproberäumen – die Studierendenwerke haben viel zu bieten. In Cottbus gibt es beispielsweise die kleine Kunstbühne „Bühne acht“, während in Frankfurt (Oder) das „Stuck“ Raum für kulturellen Austausch und Events schafft. In Berlin können Studierende an Theateraufführungen, Improvisationstheater oder an Tanz- und Zeichenkursen teilnehmen und sogar bei der Talentshow „Mix It! Open Stage“ oder im beliebten Pop-Chor „Unität“ aktiv werden.

Das neue Wintersemester startet in Berlin und Brandenburg offiziell am Donnerstag, dem 1. Oktober, doch die Vorlesungen an den meisten Hochschulen, darunter die Humboldt-Universität, die Freie Universität, die Technische Universität sowie die Universität Potsdam und die Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder), beginnen am 12. Oktober.

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Julian K.

Über den Autor

Julian K. Redakteur für Sport, Kultur & Lokales

Julian K. ist im Berliner Kiezleben zu Hause und hält den Puls der Stadt im Blick. Seine Berichterstattung deckt das gesamte Spektrum ab – vom Profi- und Breitensport über Kulturveranstaltungen bis hin zu Eilmeldungen aus den zwölf Bezirken. Dank seines starken Netzwerks gehört er zu den Ersten, wenn es um aktuelle Ereignisse in der Metropolregion geht.

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