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Bolt protestiert mit Döner gegen Mindestpreise in Berlin

Markus S. · 17. September 2026, 08:43 Uhr · 3 Min. Lesezeit · 9 Aufrufe
Bolt protestiert mit Döner gegen Mindestpreise in Berlin

Am Donnerstag veranstaltet der Fahrdienstanbieter Bolt in Berlin eine auffällige PR-Aktion, um auf die Pläne von SPD und Linken aufmerksam zu machen. Diese Parteien beabsichtigen, Mindestpreise für Online-Dienste wie Bolt und Uber einzuführen. Anders als bei Taxis, für die der Staat Mindestpreise festlegt, gelten solche Regelungen für diese Plattformen nicht. Bolt vermittelt über eine App Fahrgäste an Fahrer von Mietwagen („Ride-Hailing“).

Die Aktion beginnt um 12 Uhr bei „Kebab with Attitude“ an der Gipsstraße 2, 10119 Berlin, wo die ersten 1000 Döner kostenlos angeboten werden. Bolt hat klargestellt, dass damit ein wichtiges Anliegen unterstützt werden soll.

Die Firma warnt, dass die geplanten Mindestpreise die Kosten für B usrinnen und Nutzer in die Höhe treiben könnten. "Kaum ein anderes Produkt symbolisiert so stark steigende Lebenshaltungskosten wie der Döner", so die Aussage in einer Mitteilung des Unternehmens. Besonders in Berlin, wo auch die Preise für Döner deutlich gestiegen sind, sei eine politische Lösung nötig, die nicht zusätzliche finanzielle Belastungen für die Bürger mit sich bringt.

Christoph Hahn, Geschäftsführer von Bolt Deutschland, äußert sich klar zu den Mindestpreisen: „Wir appellieren an die Parteien, die nach der Wahl Verantwortung für Berlin übernehmen: Nehmen Sie Mindestpreise von der Agenda und richten Sie die Debatte darauf, wie wir Mobilität bezahlbarer, vielfältiger und verlässlicher machen können.“

Analysen von Bolt zeigen, dass in München die Preise für Fahrten nach Einführung von Mindestpreisen um 40 Prozent angestiegen sind, was zu einem Rückgang der Nachfrage um 44 Prozent führte. In Köln stiegen die Kosten für Fahrten um 22 Prozent, während die Nachfrage um beinahe 49 Prozent absackte. Laut den Untersuchungsergebnissen hat sich der Stundenverdienst der Fahrer wesentlich verringert.

Hahn bringt es auf den Punkt: „Wenn Menschen auf notwendige Fahrten verzichten, weil sie sich diese nicht mehr leisten können, ist das kein Erfolg moderner Verkehrspolitik.“ Bolt, das täglich in Berlin zahlreiche Fahrten vermittelt, ist der Ansicht, dass die Regulierung zeitgemäß überarbeitet werden sollte, anstatt Mobilität künstlich teurer zu machen.

Das Unternehmen verzeichnet ein stetiges Wachstum in Berlin und beschäftigt tausende Fahrer. Bolt bietet zudem verschiedene Mobilitätslösungen, darunter Carsharing, E-Bikes und E-Roller, zu günstigen Preisen an. Bis zum Jahresende plant Bolt, die Anzahl der Fahrtzeuge in Berlin auf 1000 zu erhöhen und hat jüngst Cargo-Vans für Umzüge und größere Einkäufe ins Programm aufgenommen.

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Markus S.

Über den Autor

Markus S. Chefredakteur

Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.

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