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Sicherheit auf Schulwegen: Raser bedrohen Kinder in Steglitz-Zehlendorf

Julian K. · 04. Oktober 2026, 15:05 Uhr · 3 Min. Lesezeit · 19 Aufrufe
Sicherheit auf Schulwegen: Raser bedrohen Kinder in Steglitz-Zehlendorf

Die Eltern der Schweizerhof Grundschule in Berlin-Steglitz-Zehlendorf sind besorgt über die Sicherheit auf dem Schulweg ihrer Kinder. Diese Sorge ist nicht unbegründet, seit morgens und nachmittags häufig Autos zu schnell unterwegs sind. Um Lösungen zu finden, hat Anne Grant vom Netzwerk Schulwegsicherheit, einer Initiative des Bezirkselternausschusses, Einblicke in die Probleme an Schulen im Bezirk gegeben.

Ein zentrales Thema sind die schlechten Sichtverhältnisse für die Grundschüler, die oft durch falsch parkende Fahrzeuge verschärft werden. Grant betont, dass die Grünphasen der Fußgängerampeln insbesondere an Hauptstraßen verlängert werden sollten. Sie spricht sich auch für separate Grünphasen für Fußgänger aus, um den Abbiegeverkehr zu entschärfen. Zusätzlich sind bauliche Veränderungen wie Gehwegvorstreckungen und Berliner Kissen nötig, um die Geschwindigkeit zu reduzieren. Solche Maßnahmen sind bereits an Schulen wie der Athene-Grundschule und der Anna-Essinger-Gemeinschaftsschule umgesetzt worden.

Die Herausforderungen sind durch die lange Wartezeit für Änderungen an Hauptstraßen, die für den Senat zuständig sind, verstärkt. Grant nennt mehrere Schulen in ihrem Netzwerk, die an Hauptstraßen liegen und unter rasendem Verkehr leiden, darunter die Grundschule am Insulaner und die Dunant-Grundschule. Sie berichtet, dass es keine Grundschule gibt, vor der nicht zu schnell gefahren wird.

Schreckliche Vorfälle, wie der Unfall eines achtjährigen Kindes auf dem Teltower Damm, verdeutlichen die Gefahren für Schüler. Manchmal gibt es an bestimmten Kreuzungen mehr als nur Beinahe-Unfälle. Die bekanntesten Problemstellen sind unter anderem die Kreuzung Schlossstraße/Braillestraße/Hindenburgdamm.

Trotz Initiativen zur Reduzierung des Elterntaxi-Verkehrs gibt es keine nachhaltige Lösung. Einige Schulen im Bezirk, wie die Grundschule am Insulaner, haben autofreie Zonen eingerichtet, doch es bleibt ein erhebliches Verkehrsaufkommen. Schätzungen zufolge könnten selbst 20 Prozent der Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto bringen, in einer kurzen Zeitspanne für bis zu 90 Fahrzeuge auf der Straße sorgen – eine massiven Belastung.

Das Bezirksamt sieht als Lösung Berliner Kissen, Gehwegvorstreckungen und Bordsteinabsenkungen vor, doch Experten sind sich einig, dass diese Maßnahmen nicht ausreichen. Viele Schulen fordern verstärkte Kontrollen von Parkverboten und Geschwindigkeitsbegrenzungen, sowie eine Temporeduzierung auf 30 km/h in Schulnähe. Der Fokus sollte darauf liegen, Schulgemeinschaften aktiv in die Planung neuer Mobilitätskonzepte einzubeziehen, insbesondere an Hauptstraßen.

Trotz einiger positiver Entwicklungen beim Ausbau der Fahrradwege, sind viele Radfahrstreifen in einem schlechten Zustand, besonders in Zehlendorf. Kinder müssen oft ohne gesicherte Radwege zur Schule fahren, was die gefährliche Situation für Grundschüler weiter verschärft.

Die Situation in Steglitz-Zehlendorf bleibt angespannt und erfordert umgehende Maßnahmen zum Schutz der Kinder auf ihren Schulwegen.

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Julian K.

Über den Autor

Julian K. Redakteur für Sport, Kultur & Lokales

Julian K. ist im Berliner Kiezleben zu Hause und hält den Puls der Stadt im Blick. Seine Berichterstattung deckt das gesamte Spektrum ab – vom Profi- und Breitensport über Kulturveranstaltungen bis hin zu Eilmeldungen aus den zwölf Bezirken. Dank seines starken Netzwerks gehört er zu den Ersten, wenn es um aktuelle Ereignisse in der Metropolregion geht.

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