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Remmo bei den Linken: Provokation für Polizisten in Berlin

Julian K. · 20. September 2026, 20:01 Uhr · 2 Min. Lesezeit · 1 Aufrufe
Remmo bei den Linken: Provokation für Polizisten in Berlin

Issa Remmo, der Anführer eines Clans in Berlin, sorgte für Aufregung, indem er während der Wahlfeier der Linken in Neukölln auftauchte und über Antisemitismus sprach. Dies geschieht vor dem Hintergrund, dass Polizei und Staatsanwaltschaft seit Jahren gegen seine Großfamilie ermitteln, die in Immobiliengeschäfte, Geldwäsche und andere illegale Aktivitäten verwickelt ist. Im Jahr 2018 wurden bereits 77 Immobilien der Remmo-Familie beschlagnahmt.

Am Wahltag nutzte Remmo eine offene Tür, um auf der Parteiveranstaltung zu erscheinen, als wäre es das Normalste der Welt. Für die Polizistinnen und Polizisten, die unermüdlich gegen diese Verbrecherstrukturen kämpfen, muss dieser Vorfall wie ein Schlag ins Gesicht wirken.

Die Linke argumentiert, dass Remmo nicht eingeladen war und nicht auf der Gästeliste stand, da es sich um eine öffentliche Veranstaltung handelte. Ob das zutrifft, ändert jedoch nichts an der Problematik. Die Linke scheint den Vorfall einfach zu ignorieren, was als politisches Armutszeugnis gewertet werden kann, da hierin keine Entschuldigung für die Situation liegt.

Niemand erwartet rigorose Kontrollen am Eingang einer Wahlfeier. Allerdings sollte eine Partei, die sich für Gerechtigkeit und gegen Diskriminierung einsetzt, sensibilisiert sein, wenn ein Clan-Boss die Bühne für seine eigenen Interessen missbraucht. Es fehlt der Linken schlichtweg an einer klaren Botschaft: Sie möchte keine Verbindungen zu dieser Familie.

In Berlin ist die Linke die stärkste politische Kraft, während die Große Koalition an Unterstützung verliert. Es ist klar, dass derjenige, der die meisten Stimmen erhält, auch die ersten Sondierungsgespräche führen sollte. Dennoch sollten SPD und Grüne nicht mehr Gewicht auf ihre Rolle als potentielle Koalitionspartner legen, als dies angesichts der Wählerstimmen gerechtfertigt ist, meint Pascal Biedenweg.

Ja, Remmo kann eine öffentliche Veranstaltung besuchen, und seine Anwesenheit bedeutet nicht automatisch eine Verbindung zur Linken. Doch wer die Verantwortung für die Stadt übernehmen will, muss auch die Auswirkungen solcher Bilder verstehen – sowohl auf die Bürger als auch auf die Beamtinnen und Beamten, die täglich für Recht und Ordnung kämpfen. Eine offene Tür erklärt zwar, wie Remmo hereinkam, sie erklärt jedoch nicht, warum die Linke nach dem Vorfall einfach fortfuhr, als wäre nichts geschehen. Für eine Partei, die möglicherweise bald die Regierende Bürgermeisterin stellt, ist dieses Verhalten peinlich.

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Julian K.

Über den Autor

Julian K. Redakteur für Sport, Kultur & Lokales

Julian K. ist im Berliner Kiezleben zu Hause und hält den Puls der Stadt im Blick. Seine Berichterstattung deckt das gesamte Spektrum ab – vom Profi- und Breitensport über Kulturveranstaltungen bis hin zu Eilmeldungen aus den zwölf Bezirken. Dank seines starken Netzwerks gehört er zu den Ersten, wenn es um aktuelle Ereignisse in der Metropolregion geht.

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