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Die Linke präsentiert ihr Wahlprogramm für Berlin 2026

Markus S. · 17. September 2026, 09:53 Uhr · 3 Min. Lesezeit · 28 Aufrufe
Die Linke präsentiert ihr Wahlprogramm für Berlin 2026

Das Wahlprogramm der Linken für die Berlin-Wahl 2026 wurde von der Spitzenkandidatin Elif Eralp vorgestellt. Ein zentrales Anliegen ist die Senkung der Mieten, um die Lebenshaltungskosten in der Stadt zu reduzieren. Dazu gehört auch die Wiederherstellung des Sozialtickets für den Berliner Nahverkehr zu einem Preis von 9 Euro.

Im März 2026 zeigten sich Eralp und der damalige Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) in einem Punkt einig: Sie sehen sich als die Hauptgegner der jeweils anderen Seite für die Wahlen am 20. September. Da Wegner seine Spitzenkandidatur jedoch zurückgezogen hat, wird nun Stefan Evers als Kandidat der CDU ins Rennen gehen. Unabhängig von diesem Wechsel bleibt der Fokus auf den politischen Inhalten bestehen.

Eralp betont im Wahlkampf die Bedeutung einer Politik, die sich an den Bedürfnissen der Bürger orientiert, die in Berlin leben und arbeiten. Sie kritisiert die steigenden Mieten und Lebensmittelpreise sowie die wachsende Kinderarmut. Ihr Slogan "Berlin bezahlbar machen" spiegelt dieses Anliegen wider.

Ein wichtiger Punkt in Eralps Programm ist das angekündigte Sofortprogramm für den Mieterschutz, das einen Mietendeckel sowie einen Stopp der Räumungen bei landeseigenen Wohnungsunternehmen vorsieht. Sie fordert die Gründung eines Landesamts für Mieterschutz, das gegen überhöhte Mieten vorgehen und den Mietern zu ihrem Recht verhelfen soll. Die Kandidatin stellt klar: „Der Mieterschutz scheitert nicht an Ideen, sondern an mangelndem politischen Willen."

Zudem kritisiert sie die Bildungsförderung im Land. Ihrer Meinung nach erhielten Gymnasien und Privatschulen Vorteile, während Gemeinschaftsschulen, die sozial benachteiligten Kindern bessere Bildungschancen bieten, nicht angemessen unterstützt würden. Eralp beabsichtigt, die Zahl der Gemeinschaftsschulen in Berlin innerhalb von fünf Jahren zu verdoppeln und dabei sicherzustellen, dass jede Schule über einen Schulpsychologen verfügt.

In Bezug auf den öffentlichen Nahverkehr kündigt die Linke an, dass im Falle einer Regierungsübernahme die Ticketpreise bis spätestens 2028 stabil bleiben sollen. U.a. soll das Sozialticket zu seinem alten Preis von 9 Euro zurückgeführt werden. Wer einen Berlin-Pass besitzt, soll künftig auch das Deutschlandticket kostenlos erhalten, während Senioren eine Vergünstigung für das reguläre Ticket erhalten sollen.

Darüber hinaus möchte die Linke den eintrittsfreien Museumssonntag wieder einführen und Jugendlichen unter 18 Jahren kostenlosen Zugang zu den Berliner Bädern gewähren. Um diese und andere Maßnahmen zu finanzieren, plant die Partei eine Anhebung der Grunderwerbssteuer und die Einführung einer Steuer auf Luxusvillen, die über 4 Millionen Euro kosten. Ob diese Maßnahmen ausreichen, um die finanziellen Forderungen zu decken, bleibt abzuwarten. Eralp versichert jedoch, dass ihr Programm solide durchgerechnet und umsetzbar sei.

Eralp umreißt ihre politische Richtung mit den Worten: „Wir wollen das Gegenmodell zu der unsozialen und spaltenden Politik von Schwarz-Rot hier in Berlin und im Bund sein."

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Markus S.

Über den Autor

Markus S. Chefredakteur

Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.

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