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Angriff auf CSD-Gedenkort: Ahornbaum im Tiergarten verwüstet

Markus S. · 06. September 2026, 09:35 Uhr · 2 Min. Lesezeit · 2 Aufrufe
Angriff auf CSD-Gedenkort: Ahornbaum im Tiergarten verwüstet

Im Berliner Tiergarten wurde ein Ahornbaum, der zum Gedenken an den Anschlag auf den Christopher Street Day (CSD) gepflanzt wurde, gewaltsam herausgerissen. Polizeisprecherin bestätigte am Sonntag, dass der Baum, der erst Anfang August dort gesetzt wurde, erheblich beschädigt wurde. Die Zerstörung wurde gegen 1.20 Uhr in der Nacht entdeckt. Auch andere Gegenstände in der Nähe wurden beschädigt und die Identität der Täter steht noch fest.

Der Anschlag am 25. Juli, bei dem ein 21-Jähriger einen Lieferwagen in eine Menschenmenge steuerte und danach mit einer Machete weitere Personen angriff, hatte bereits für Entsetzen gesorgt. Bei diesem Vorfall wurde eine Frau aus Polen getötet, während 31 weitere verletzt wurden. Um an die Tragödie zu erinnern, hatte der Bezirk Mitte den Baum eingesetzt und eine bunte Regenbogenbank aufgestellt, die als Symbol für Vielfalt und Respekt dienen sollte.

Vor kurzem war bereits die Regenbogenbank beschädigt worden; mehrere Holzlatten waren gewaltsam entfernt worden, was ebenfalls zu parteiübergreifendem Entsetzen führte. Die Behörden hatten daraufhin Anzeige gegen Unbekannt erstattet und angekündigt, die zerstörten Objekte wiederherzustellen.

Der Polizeiliche Staatsschutz des Berliner Landeskriminalamts hat nun die Ermittlungen zu beiden Vorfällen aufgrund von Sachbeschädigung übernommen. Der Grünen-Fraktionsvorsitzende Werner Graf äußerte, er sei voller Wut und Fassungslosigkeit. Er versprach: „Wir pflanzen diesen Baum wieder. So oft, wie es nötig ist.“

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Markus S.

Über den Autor

Markus S. Chefredakteur

Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.

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