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Linke gewinnt in Berlin, Giffey zieht sich zurück

Julian K. · 20. September 2026, 21:20 Uhr · 2 Min. Lesezeit · 10 Aufrufe
Linke gewinnt in Berlin, Giffey zieht sich zurück

Die Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus haben bedeutende Veränderungen gebracht. Die Linke konnte den Sieg im Wahlkreis erringen, während die bekannte SPD-Politikerin Franziska Giffey nicht mehr Teil des neuen Abgeordnetenhauses sein wird.

Dragqueen Gloria Viagra hat bei der Wahl in Berlin das Direktmandat im Wahlkreis Pankow 8 nicht erreicht. Sie erzielte 26,7 Prozent der Erststimmen, was im Vergleich zu 2023 eine Verbesserung um 8,6 Punkte darstellt. Dennoch sicherte sich die Grünen-Politikerin Daniela Billig mit 34,3 Prozent das Direktmandat. Obwohl Gloria Viagra auch auf der Linken-Bezirksliste kandidierte, blieb der Wunsch nach einem Direktmandat unerfüllt.

Eine der schmerzhaftesten Niederlagen erlebte Franziska Giffey. Die ehemalige Regierende Bürgermeisterin von Berlin und Bundesministerin kam in ihrem Wahlkreis in Rudow nicht über die Wahlgrenze. Laut den Ergebnissen der Landeswahlleitung ist dies eine deutliche Wendung in der politischen Landschaft.

Der SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach konnte in seinem Wahlkreis Steglitz-Zehlendorf 2 ebenfalls kein Direktmandat gewinnen. Mit nur Platz drei hinter Tom Cywinski (CDU) und Daniel Eliasson (Grüne) wird er voraussichtlich über die Bezirksliste ins Parlament einziehen. Insgesamt landete die SPD bei einem enttäuschenden Ergebnis von rund 12 Prozent, was auf ihr schlechtestes Resultat in der Geschichte Berlins hindeutet.

Im Gegensatz dazu kann sich die Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp über ein starkes Ergebnis freuen. Mit 50,4 Prozent wurde sie in Friedrichshain-Kreuzberg 1 direkt gewählt. Der vorherige Erfolg der Grünen-Spitzenkandidatin bei einer vorherigen Wahl ist somit überwunden. Elif Eralp, die türkische Wurzeln hat, wird als historische Figur gefeiert und äußerte sich stolz über den Wahlausgang.

Das BSW könnte laut den neuesten Hochrechnungen nicht ins Abgeordnetenhaus einziehen, da es die Fünf-Prozent-Hürde nicht überwunden hat. Dies könnte die Koalitionskonstellationen in Berlin erheblich beeinflussen.

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner von der CDU konnte sein Direktmandat im Wahlkreis Spandau 5 verteidigen, trotz interner Schwierigkeiten innerhalb seiner Partei, die seine vorherige Spitzenkandidatur verhindert haben. Sein Ergebnis gibt ihm eine stabile Position in der kommenden Legislaturperiode.

SPD-interne Kritiken wurden laut, besonders bezüglich des Fraktionsvorsitzenden Raed Saleh. Er wird beschuldigt, entscheidende Fehlentwicklungen zugelassen zu haben, während Steffen Krach und Giffey milder beurteilt wurden. Möglich ist, dass sich die politische Landschaft Berlins in den kommenden Tagen weiter entwickeln wird und neue Koalitionen gebildet werden.

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Julian K.

Über den Autor

Julian K. Redakteur für Sport, Kultur & Lokales

Julian K. ist im Berliner Kiezleben zu Hause und hält den Puls der Stadt im Blick. Seine Berichterstattung deckt das gesamte Spektrum ab – vom Profi- und Breitensport über Kulturveranstaltungen bis hin zu Eilmeldungen aus den zwölf Bezirken. Dank seines starken Netzwerks gehört er zu den Ersten, wenn es um aktuelle Ereignisse in der Metropolregion geht.

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