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Antisemitismus in Berlin: Jude auf Straße bedroht

Markus S. · 30. Juli 2026, 16:19 Uhr · 2 Min. Lesezeit · 1 Aufrufe
Antisemitismus in Berlin: Jude auf Straße bedroht

In Berlin-Mitte ermittelt der Staatsschutz der Polizei aufgrund eines antisemitischen Vorfalls. Dies bestätigte ein Polizeisprecher auf Anfrage. Am Dienstag veröffentlichte Rabbiner Shlomo Afanasev, ein Mitglied im Rat der jüdischen Gemeinde Kahal Adass Jisroel, ein Video des Vorfalls auf der Plattform X. Darin ist zu sehen, wie ein junger Mann auf offener Straße den Hitlergruß ausführt. Afanasev äußerte: "In Berlin wurde ein führendes Mitglied meiner jüdischen Gemeinde Kahal Adass Jisroel auf dem Weg zur Synagoge mit dem Tod bedroht." Der Verdächtige und sein Begleiter hätten den Betroffenen zudem mit antisemitischen Beleidigungen angegriffen.

In einem weiteren Foto, das Afanasev ebenfalls veröffentlichte, ist der Verdächtige im Polizeiwagen zu sehen; daneben steht ein Beamter. "Die Polizei nahm einen der Tatverdächtigen fest", berichtete Afanasev. Ein Sprecher der Polizei erläuterte, dass der Vorfall am vergangenen Freitag bekannt sei. Darüber hinaus wies er darauf hin, dass aufgrund des laufenden Ermittlungsverfahrens keine weiteren Informationen gegeben werden könnten.

Die israelische Botschaft teilte die Aufnahmen und kommentierte: "In Deutschland hat sich etwas verändert." Sie merkte an, dass "muslimische junge Männer einen Juden auf dem Weg zur Synagoge mit dem Tod bedrohen." Die Botschaft forderte, dass die Polizei dafür sorgen müsse, dass solche Taten gestoppt werden. Zudem sei es eine gesellschaftliche Aufgabe, ein Umfeld zu schaffen, in dem Menschen sich für diese Taten schämen.

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Markus S.

Über den Autor

Markus S. Chefredakteur

Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.

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