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Zug der Liebe in Berlin nach Anschlag auf CSD abgesagt

Markus S. · 30. Juli 2026, 05:37 Uhr · 2 Min. Lesezeit · 1 Aufrufe
Zug der Liebe in Berlin nach Anschlag auf CSD abgesagt

Die für den 29. August anberaumte Technoparade „Zug der Liebe” in Berlin wurde nach dem vor kurzem stattgefundenen Anschlag am Christopher Street Day (CSD) abgesagt. Die Organisatoren erklärten, dass die letzten Ereignisse die Situation erheblich verschlechtert hätten. Zunächst seien logistische Probleme und Uneinigkeiten mit der Versammlungsbehörde hinsichtlich der Lautstärke aufgetreten. Dennoch sei der entscheidende Faktor die spürbare Veränderung des gesellschaftlichen Klimas.

In einer Pressemitteilung gaben die Veranstalter an, dass eine Parade unter den gegenwärtigen Bedingungen, die massive Sicherheitsauflagen wie Wegfahrsperren und Personenkontrollen umfassen würden, nicht in den Sinn passe. Sie betonten: „Der Zug der Liebe stand immer für einen unbeschwerten, angstfreien Raum des Protests. Eine Demonstration unter den aktuellen, allgemeinen Angstgefühlen widerspricht der Grundidee der Veranstaltung fundamental.”

Stattdessen wollen die Organisatoren mit den verbleibenden Trucks eine Demonstration für den Erhalt des RAW-Geländes unterstützen. „Anstatt leise zu verschwinden, bündeln wir unsere Kräfte für eine direkte Unterstützung der bedrohten Berliner Kulturlandschaft”, so die Veranstalter.

Im vergangenen Jahr nahmen etwa 10.000 Menschen an der Parade teil und setzten ein Zeichen für Toleranz, Vielfalt und Solidarität.

Im Gegensatz dazu wird die Technoparade „Rave the Planet”, die für den 15. August geplant ist, wie von den Organisatoren bestätigt, stattfinden. Matthias Roeingh, bekannt als Dr. Motte, erklärte, dass die Entscheidung unter Berücksichtigung der Wünsche der Community getroffen wurde. Seine Frau Ellen Dosch-Roeingh betonte: „Die Parade wird stattfinden.” Diese Veranstaltung soll zwischen dem Brandenburger Tor und der Siegessäule auf der Straße des 17. Juni verlaufen, in der Nähe des Parks, wo der brutale Anschlag am Samstagabend stattfand. Ein Opfer wurde getötet, während 31 weitere Personen verletzt wurden. Der islamistisch motivierte Täter wurde am folgenden Tag bei seiner Festnahme von der Polizei erschossen.

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Markus S.

Über den Autor

Markus S. Chefredakteur

Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.

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