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Tarifkonflikt eskaliert: Verdi ruft zu Warnstreik an der Charité auf

Markus S. · 28. Oktober 2026, 13:39 Uhr · 2 Min. Lesezeit · 2 Aufrufe
Tarifkonflikt eskaliert: Verdi ruft zu Warnstreik an der Charité auf

Der Tarifstreit zwischen der Gewerkschaft Verdi und der Charité in Berlin geht in die nächste Runde. Verdi hat am Mittwoch bekannt gegeben, dass die Mitarbeiter der Universitätsklinik erneut zu einem Warnstreik aufgerufen werden.

Der Warnstreik wird am Donnerstag, den 29. Oktober, stattfinden. In dieser Zeit ist auch eine Kundgebung auf dem Margot-Friedländer-Platz vor dem Berliner Abgeordnetenhaus geplant, die zwischen 9 und 10 Uhr stattfinden wird. An diesem Tag wird das Abgeordnetenhaus zum ersten Mal in neuer Besetzung zusammentreffen.

Die streikenden Mitarbeiter der Charité fordern verbindliche Zusagen aus dem Sondierungspapier der möglichen rot-grün-roten Koalition, das einen Entlastungstarifvertrag unterstützt. An der Kundgebung werden auch Angestellte des Unionhilfswerks teilnehmen.

Renate Schaffernicht, Intensivpflegerin und Mitglied der Verdi-Tarifkommission, äußerte: „Unsere Stärke wächst – wir werden mehr und mehr, trotz skandalöser Notdienstregelung. Streikende und Notdienstleistende stehen hinter unseren Forderungen. Wenn unser Tarifvertrag Unterbesetzung nicht wirksam begrenzt, verschlechtern sich unsere Arbeitsbedingungen wieder und die Patientenversorgung leidet. Das lassen wir nicht zu.“

Seit Montag, den 26. Oktober, findet eine Urabstimmung über einen sogenannten Erzwingungsstreik statt. Sollte mindestens 75 Prozent der stimmberechtigten Mitglieder zustimmen, wird der Arbeitskampf verschärft. Die Urabstimmung läuft bis zum 5. November, und einen Tag später werden die Ergebnisse in einer Pressekonferenz bekannt gegeben.

Verdi und die Charité verhandeln seit Juli dieses Jahres über einen neuen Tarifvertrag. Die Gewerkschaft wirft dem Vorstand der Charité vor, trotz einzelner Fortschritte weiterhin wesentliche Verschlechterungen des Entlastungstarifvertrags anstreben zu wollen. Bisher wurden die Verhandlungen von mehr als zehn Streiktagen begleitet.

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Markus S.

Über den Autor

Markus S. Chefredakteur

Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.

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