Großbrand in der Rigaer Straße: Polizei im Einsatz
Am späten Dienstagabend wurde ein großes Feuer in der Rigaer Straße in Friedrichshain entfacht. Laut Angaben der Berliner Polizei, die auf Nachfrage bestätigten, geschah der Vorfall gegen 23:50 Uhr, als vermummte Unbekannte Müll auf die Straße legten und in Brand setzten. Das Feuer entwickelte sich rasch zu einem bedeutenden Brand, der einige Straßenlaternen beschädigte. Glücklicherweise gab es keine Verletzten, und die Feuerwehr konnte den Brand schnell eindämmen.
Die Polizei leitete noch in der Nacht umfangreiche Maßnahmen zur Fahndung nach den Tatverdächtigen ein, darunter den Einsatz eines Polizeihubschraubers, um die Dächer der dicht bebauten Umgebung zu überwachen. Jedoch blieb die Suche ergebnislos, und es wurden bisher keine Verdächtigen festgenommen, wie eine Polizeisprecherin berichtete. Während der Suchaktion kam es zu umfangreichen Straßensperrungen, insbesondere bis zum Besarinplatz.
Bereits in der vergangenen Woche gab es ähnliche Vorfälle in der Rigaer Straße, bei denen Unbekannte Polizeieinsatzkräfte angriffsartig attackierten, nachdem sie brennende Reifen auf die Fahrbahn geworfen hatten. Diese vermummten Personen beschossen die Ordnungskräfte von Dächern aus mit Steinen, Flaschen und Pyrotechnik, und auch bei diesem Vorfall konnten die Täter nicht identifiziert werden. Die weiteren Ermittlungen liegen nun beim Polizeilichen Staatsschutz des Landeskriminalamts, da die mutmaßlichen Täter der linksradikalen Szene zugeordnet werden.
Benjamin Jendro, Sprecher der Gewerkschaft der Polizei GdP, äußerte sich kritisch über die Vorfälle: „Es ist rund um die Rigaer Straße gang und gäbe, dass Sachen auf die Straße aufgetürmt und in Brand gesetzt werden, um Feuerwehr- und Polizeieinsätze auszulösen. Nicht selten werden dann aus dem Hinterhalt von Dächern Pyrotechnik, Steine und andere Gegenstände auf Polizeibeamte geworfen.“ Jendro betonte zudem, dass jeder Demokrat wisse, dass Polizei und Feuerwehr in dieser Stadt genug zu tun hätten und dieser sinnlose Krawalltourismus Kräfte bindet, die andernorts dringend benötigt werden.
Zusätzlich ist die Rigaer Straße als einer der letzten Rückzugsorte der linksautonomen Hausbesetzer-Szene in Berlin bekannt und wird von der Polizei als einer der sieben kriminalitätsbelasteten Orte der Hauptstadt geführt. Im vergangenen Jahr registrierte die Polizei hier 660 Straftaten, während es bis August dieses Jahres bereits 326 Delikte waren. Die häufigsten Vergehen sind Sachbeschädigungen, gefolgt von Körperverletzungen, Keller- und Bodeneinbrüchen sowie Fahrraddiebstahl.
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Über den Autor
Julian K. ist im Berliner Kiezleben zu Hause und hält den Puls der Stadt im Blick. Seine Berichterstattung deckt das gesamte Spektrum ab – vom Profi- und Breitensport über Kulturveranstaltungen bis hin zu Eilmeldungen aus den zwölf Bezirken. Dank seines starken Netzwerks gehört er zu den Ersten, wenn es um aktuelle Ereignisse in der Metropolregion geht.
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