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Über 400 Sexualdelikte in BVG-Fahrzeugen: Kinder besonders betroffen

Markus S. · 03. August 2026, 18:34 Uhr · 2 Min. Lesezeit · 3 Aufrufe
Über 400 Sexualdelikte in BVG-Fahrzeugen: Kinder besonders betroffen

Eine aktuelle Statistik der Polizei zu sexuellen Übergriffen in BVG-Bussen und -Bahnen sorgt für Entsetzen. Laut einem Bericht der „Berliner Zeitung“ wurden im Jahr 2025 insgesamt 443 Vorfälle sexualisierter Gewalt in U-Bahnen, Straßenbahnen und Bussen in Berlin registriert. Dabei sind Fälle im Regionalverkehr und in S-Bahnen nicht berücksichtigt, da diese unter das Zuständigkeitsgebiet der Bundespolizei fallen. Experten gehen davon aus, dass die tatsächlichen Zahlen aufgrund der Scham vieler Opfer höher liegen dürften.

Aus der erhobenen Statistik geht hervor, dass von den 443 registrierten Straftaten 43 Kinder bis 14 Jahre betroffen waren. In diesem Rahmen wurden 24 Fälle von exhibitionistischen Handlungen und sexuellen Übergriffen vor Kindern, sowie 13 Fälle von sexuellen Handlungen an oder durch Kinder verzeichnet. Zudem gab es fünf Vorfälle, in denen Kinder durch pornographische Inhalte oder Äußerungen beeinflusst wurden, sowie zwei Fälle von schwerem sexuellen Missbrauch oder anderen Formen von sexueller Gewalt.

Unter den restlichen 399 Delikten befanden sich auch zwölf Vergewaltigungen, 32 sexuelle Übergriffe, 194 sexuelle Belästigungen sowie 111 exhibitionistische Handlungen. Weitere 34 Fälle von „Erregung öffentlichen Ärgernisses durch sexuelle Handlungen“ runden die besorgniserregende Bilanz ab.

Der U-Bahnhof Hermannplatz gilt laut der „Berliner Zeitung“ als der gefährlichste, mit zehn registrierten Fällen. Es folgen der Kottbusser Tor und der Alexanderplatz, beide mit jeweils sieben Fällen. Auch der U-Bahnhof Jakob-Kaiser-Platz und der Bahnhof Warschauer Straße verzeichneten sechs Fälle. Zudem haben die U-Bahnhöfe Gesundbrunnen, Eberswalder Straße und Rathaus Spandau sowie die Bahnhöfe Zoologischer Garten und Hauptbahnhof jeweils fünf Vorfälle zu beklagen.

Überraschenderweise wurden die meisten Sexualdelikte nicht in der Nacht, sondern zwischen 15 und 16 Uhr sowie zwischen 16 und 17 Uhr gemeldet, was mit den Stoßzeiten des Berufsverkehrs korreliert.

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Markus S.

Über den Autor

Markus S. Chefredakteur

Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.

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