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Schüsse auf Friseursalon in Steglitz: Zusammenhang zu Rapper Samra?

Markus S. · 24. August 2026, 09:34 Uhr · 2 Min. Lesezeit · 2 Aufrufe
Schüsse auf Friseursalon in Steglitz: Zusammenhang zu Rapper Samra?

Unbekannte haben in den frühen Morgenstunden mehrfach auf ein Geschäft in Steglitz-Zehlendorf geschossen. Am Tatort in der Osdorfer Straße entdeckten die Einsatzkräfte laut Angaben der Polizei auf der Plattform X einen selbstgebauten Spreng- beziehungsweise Brandsatz, der inaktiv war. Glücklicherweise wurde niemand verletzt. Der Verkehr in der Umgebung war am Montagmorgen vorübergehend in beide Richtungen gesperrt, hat sich jedoch mittlerweile wieder normalisiert.

Das betroffene Geschäft, ein Friseur, befindet sich an der Ecke Osdorfer Straße und Hildburghauser Straße. Aktuell sind weiterhin Kriminaltechniker vor Ort, um Beweise zu sichern. Der Bereich um den Tatort bleibt nach wie vor abgesperrt. Laut Berichten wurden mindestens zehn Schüsse auf das Geschäft abgegeben. Aufgrund dieser Vorfälle dürften mehrere Hundert Schüler am ersten Schultag verspätet angekommen sein, da die Buslinien 186 und 112 seit etwa 5 Uhr nicht mehr fuhren.

Auf Fotos ist der Schriftzug „Hair Salon Cutaleyy - By Samra“ zu sehen, was darauf hindeutet, dass der Salon dem bekannten Berliner Rapper Samra gehört. Die „B.Z.“ berichtet zudem, dass es bereits im März 2022 einen Vorfall in diesem Geschäft gegeben hatte.

Benjamin Jendro, Sprecher der Gewerkschaft der Polizei (GdP), äußerte in einer Stellungnahme, dass das Rapbusiness für Mitglieder der organisierten Kriminalität von Interesse sei und es hier oft zu Kontakten komme. Unabhängig von der Besitzstruktur des Ladens sei die schockierende Entwicklung zu beobachten, dass zur Lösung von Konflikten zunehmend auf Schusswaffen sowie auf Brand- und Sprengsätze zurückgegriffen werde.

Die Polizei hat nach dem Vorfall Beweise gesichert. In den letzten Jahren hat sich die Waffengewalt in Berlin erheblich verschärft. Die Sondereinheit „Ferrum“ beim Landeskriminalamt (LKA) hat rund neun Monate nach ihrer Gründung mehr als 600 Ermittlungsverfahren eingeleitet (Stand: 13. August). Die Ermittlungsgruppe „Telum“ wurde eingerichtet, um die Bekämpfung der organisierten Kriminalität zu verstärken und arbeitet eng mit „Ferrum“ zusammen.

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Markus S.

Über den Autor

Markus S. Chefredakteur

Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.

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