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Professorin fordert bessere Prävention gegen Jugendgewalt

Markus S. · 21. Oktober 2026, 08:06 Uhr · 2 Min. Lesezeit · 2 Aufrufe
Professorin fordert bessere Prävention gegen Jugendgewalt

Kirstin Drenkhahn, Professorin für Strafrecht und Kriminologie an der Freien Universität Berlin, glaubt nicht, dass Jugendgewalt allein mit gesetzlichen Maßnahmen bekämpft werden kann. In einem Interview mit RBB-Inforadio betonte sie: „Wir brauchen Jugendhilfe-Maßnahmen.“ Drenkhahn stellte fest, dass Abschreckung nicht wirksam sei, solange die Jugendlichen nicht über die Konsequenzen ihrer Taten informiert seien.

Sie argumentierte weiter, dass es entscheidend sei, dass Jugendliche nicht nur wissen, was richtig und falsch ist, sondern auch danach handeln. Dies sei bei vielen jungen Menschen nicht gegeben, was eine Diskussion über die Herabsetzung des Strafmündigkeitsalters ihrer Meinung nach nicht sinnvoll mache.

Drenkhahn hob die Notwendigkeit hervor, Familien zu stärken und präventiv zu arbeiten. Ein zentrales Problem sei jedoch, dass die Kommunen, die für die Finanzierung der Jugendarbeit zuständig sind, oft nicht genügend Mittel zur Verfügung haben.

In den letzten Monaten kam es in mehreren Städten Brandenburgs zu gewalttätigen Angriffen von Jugendgruppen. Beispielsweise wurde ein 14-Jähriger in Frankfurt (Oder) von rund zehn Jugendlichen im Alter von 13 bis 15 Jahren attackiert. In Brandenburg an der Havel warfen Jugendliche Böller auf zwei 12- und 13-Jährige in einem Park. Auch in Potsdam und Cottbus wurden gewaltsame Vorfälle gemeldet, wobei Potsdam eine Taskforce zur Bekämpfung der Jugendgewalt ins Leben rief.

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Markus S.

Über den Autor

Markus S. Chefredakteur

Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.

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