Freiwillige schützen Kastanienbäume in Berlin vor Miniermotten
Freiwillige engagieren sich am Anhalter Bahnhof in Berlin, um Kastanienbäume vor der Bedrohung durch Miniermotten zu schützen. Am kommenden Montag wird im Rahmen eines Projektes des BUND erneut das Laub von 17 Kastanien zusammengeharkt. Laut Informationen des Naturschutzverbands BUND ist die vollständige Entfernung des Laubs die effektivste Methode, um die Miniermotte abzuwehren.
Diese Motte befällt ausschließlich die weiß blühenden Gewöhnlichen Rosskastanien. Ihre Larven verursachen Gänge in den Blättern, was zu frühzeitigem Vertrocknen führt und die Photosynthese beeinträchtigt. Dies schwächt die Bäume erheblich.
Die Projektleiterin Valentina-Johanna Baumgartner berichtete, dass die Kastanien am Anhalter Bahnhof im Vergleich zum Vorjahr bereits bessere Gesundheitszustände aufwiesen. Ein Monitoring des Pflanzenschutzamtes Berlin habe gezeigt, dass mit der Laubaktion der Befall im kommenden Jahr um bis zu zwei Drittel verringert werden kann.
Es ist zudem wichtig, das gesammelte Laub nicht im Kompost zu entsorgen, sondern über den Hausmüll, die Biotonnen der BSR oder in Laubsäcken abzubgeben. Nur so können die Larven in den Blättern abgetötet werden, was den Kastanien im Folgejahr hilft, gesünder zu bleiben und besser mit späteren Schäden durch Laub umzugehen.
Uwe Bahr vom Naturschutzverband betont die Dringlichkeit, den Befall durch Miniermotten zu reduzieren: „Ein starker, jährlich wiederkehrender Befall schwächt die Kastanien erheblich. Die Maßnahmen zur Befallsreduzierung sind daher entscheidend für die Lebensdauer der Bäume.“ Der BUND fordert dazu auf, auch in anderen Stadtteilen aktiv zu werden, um den Kastanien zu helfen.
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Über den Autor
Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.
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