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Evakuierungen in Spandau: Kampfmittelsuche führt zu Einschränkungen

Julian K. · 30. September 2026, 08:38 Uhr · 2 Min. Lesezeit · 3 Aufrufe
Evakuierungen in Spandau: Kampfmittelsuche führt zu Einschränkungen

Heute bereiten Spezialisten zur Kampfmittelräumung die Entschärfung von Munitionsresten im Potsdamer Stadtteil Groß Glienicke vor. Die Stadtverwaltung gab um 9.30 Uhr bekannt, dass nun ein Sperrkreis von 1.500 Metern um die Fundstelle in der Groß Glienicker Heide etabliert wurde. Dieser Sperrkreis erstreckt sich ebenfalls auf Berlin-Spandau, wodurch etwa 700 Menschen in der Umgebung, darunter rund 150 Bewohner aus Berlin, betroffen sind.

Die Kampfmittel, die überwiegend aus dem Zweiten Weltkrieg stammen und Bomben, Granaten und Handgranaten umfassen, sind zum Großteil bereits abtransportiert worden. Laut Mike Schwitzke vom Kampfmittelbeseitigungsdienst Brandenburg sollen die verbliebenen Munitionsreste in vier Phasen gesprengt werden.

In Spandau sind verschiedene Gebiete von der Sperrung betroffen, darunter circa 50 Einfamilienhäuser, der Landschaftsfriedhof Gatow, Teile der Rieselfelder und der Habichtswald. In Potsdam gehören zur gesperrten Zone die Waldsiedlung Groß Glienicke, die Preußenhalle, das Landesamt für Umwelt sowie eine Gemeinschaftsunterkunft und eine Einrichtung für betreutes Wohnen. Außerhalb des Sperrkreises liegt die benachbarte Ortschaft Seeburg in der Gemeinde Dallgow-Döberitz.

Die Entschärfung hat auch Auswirkungen auf den Verkehr. Die Bundesstraße 2 wird nach Angaben der Potsdamer Stadtverwaltung um 9.30 Uhr gesperrt. Autofahrer müssen eine Umleitung über den Ritterfelddamm, Kladower Damm und Gatower Straße bis zur Heerstraße nehmen. Auch die Landesstraße nach Seeburg und Falkensee ist ab dem Kreisverkehr vor Groß Glienicke nicht mehr befahrbar.

Zusätzlich sind die Buslinien 604 und 638 von den Sperrungen betroffen. Während die Linie 638 Umleitungen fahren wird, fällt die Linie 604 in dieser Zeit aus. Der letzte Bus der Linie 604 verlässt kurz nach 9.30 Uhr den betroffenen Bereich, wie die Stadtverwaltung mitteilte.

Die Kampfmittel stammen größtenteils aus deutscher Produktion, sind aber auch teilweise von alliierten Streitkräften, so Schwitzke. Es wird vermutet, dass sie vom Flugplatz Gatow stammen und im Sommer 1945 in das Waldgebiet verbracht wurden.

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Julian K.

Über den Autor

Julian K. Redakteur für Sport, Kultur & Lokales

Julian K. ist im Berliner Kiezleben zu Hause und hält den Puls der Stadt im Blick. Seine Berichterstattung deckt das gesamte Spektrum ab – vom Profi- und Breitensport über Kulturveranstaltungen bis hin zu Eilmeldungen aus den zwölf Bezirken. Dank seines starken Netzwerks gehört er zu den Ersten, wenn es um aktuelle Ereignisse in der Metropolregion geht.

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