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Polizei nimmt vierten Verdächtigen nach Schüsse in Schöneberg fest

Markus S. · 27. Oktober 2026, 10:07 Uhr · 2 Min. Lesezeit · 2 Aufrufe
Polizei nimmt vierten Verdächtigen nach Schüsse in Schöneberg fest

Im Zusammenhang mit der Schießerei auf einen 38-jährigen Mann in Berlin-Schöneberg hat die Polizei bereits Ende März in Darmstadt drei Verdächtige festgenommen. Bei den festgenommenen Personen handelt es sich um Männer im Alter von 19, 20 und 21 Jahren, wie die Polizei und Staatsanwaltschaft bestätigten. Diese Festnahmen fanden im Zuge von Durchsuchungen in den jeweiligen Wohnungen der Tatverdächtigen statt, und gegen sie wurden Haftbefehle erlassen.

Am Dienstag meldete die Berliner Polizei die Festnahme eines vierten Mannes durch Einsatzkräfte der südhessischen Polizei, die im Rahmen von Amtshilfe tätig wurden. Der 20-Jährige war vor einigen Tagen festgenommen worden, während er in einem Fahrdienstfahrzeug mit drei weiteren Personen unterwegs war. Er versuchte zu fliehen und warf dabei eine scharfe Waffe weg.

Nach der Festnahme durchsuchten die Ermittler das Fahrzeug, ein Hotelzimmer des Beschuldigten sowie eine frühere Wohnadresse. Bei diesen Durchsuchungen entdeckten die Beamten eine weitere scharfe Schusswaffe. Der Mann wurde anschließend dem Amtsgericht Aschaffenburg vorgeführt, wo sein Haftbefehl in Vollzug gesetzt wurde. Die Ermittlungen zu dem Fall sind weiterhin im Gange.

Den vier festgenommenen Männern wird vorgeworfen, am 22. März von Darmstadt aus nach Berlin gereist zu sein. In der Nacht sollen sie den 38-Jährigen aus seiner Wohnung gelockt und auf ihn geschossen haben. Der Mann erlitt dabei schwere Verletzungen, jedoch bestand keine Lebensgefahr. Die Täter konnten zunächst entkommen.

Der Vorfall reiht sich in eine Reihe ähnlicher Straftaten ein, die auf organisierte Kriminalität hindeuten, bei denen oft Erpressungen und Revierkämpfe im Vordergrund stehen. Die speziell für die wachsende Schusswaffenkriminalität zuständige Sondereinheit des Landeskriminalamtes (LKA), die im November unter dem Namen "Ferrum" eingerichtet wurde, ermittelt in diesem Fall. Laut Polizei sollen Razzien in Bars und anderen Treffpunkten der organisierten Kriminalität zur Druckausübung beitragen.

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Markus S.

Über den Autor

Markus S. Chefredakteur

Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.

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